Mit dem November-Release 2025 von Qlik Sense Enterprise on Windows setzt Qlik den Modernisierungskurs der Client-Managed-Edition konsequent fort. Im Mittelpunkt stehen Verbesserungen in der Bedienung, stärkere Gestaltungsmöglichkeiten für Visualisierungen, ein überarbeitetes Tabellen-Objekt sowie wichtige Stabilitäts- und Governance-Updates. Unternehmen, die Qlik Sense On-Premises oder in selbstverwalteten Umgebungen betreiben, profitieren damit von spürbar effizienteren Workflows, besserer Performance und flexibleren Darstellungsoptionen.
Nachfolgend finden Sie die wichtigsten Neuerungen, ihren praktischen Nutzen und konkrete Empfehlungen, was Teams jetzt berücksichtigen sollten.
1. Modernisierte App-Einstellungen – mehr Übersicht, weniger Fehler
Der Bereich für App-Einstellungen wurde vollständig überarbeitet:
- neue, moderne Oberfläche
- tabbasierte Navigation zwischen Einstellungs-Kategorien
- klarere Strukturierung von Optionen
Vorteile für Teams
- Konfiguration von Apps geht schneller
- geringere Fehleranfälligkeit bei komplexen Einstellungen
- bessere Orientierung für neue Entwickler oder Umsteiger
Was das in der Praxis bedeutet: Gerade in Unternehmen mit vielen Creator-Rollen oder einem wachsenden Entwicklerteam sinkt der Schulungsaufwand. Häufig genutzte Optionen sind leichter auffindbar, was die Einrichtungszeit neuer Apps reduziert.
2. Verbesserungen im Sheet-Editor – effizientere Entwicklung
Der Sheet-Editor erhält mehrere Funktionen, die den Design- und Entwicklungsprozess deutlich angenehmer machen:
Direkter Zugriff auf Tabellen & Felder im Editor
Bisher mussten Entwickler oft zwischen Datenmanager und Sheet-Ansicht wechseln. Jetzt können Tabellen, Felder und Quelltabellen direkt im Editor angezeigt werden.
Filter im Eigenschaften-Panel
Filter lassen sich nun im Eigenschaftenbereich der Objekte konfigurieren und anwenden – ohne zusätzlichen Menüwechsel.
Vorteile
- weniger Kontextwechsel
- schnelleres Erstellen und Testen von Visualisierungen
- intuitiver für neue App-Entwickler
Auswirkungen auf die Praxis: Teams, die viele Visualisierungen erstellen oder prototypisch arbeiten, sparen Zeit. Änderungen werden sofort sichtbar, was die Qualität der Dashboards erhöht und die Time-to-Insight verkürzt.
3. Neuer Straight Table wird zum Standard
Der neue Straight Table wurde offiziell in den Chart-Bereich überführt und ersetzt das bisherige Tabellen-Objekt als Standard.
Verbesserungen
- modernere Darstellung und bessere Bedienung
- schnellere Sortierung und Interaktion
- höhere Performance bei großen Datenmengen
Der alte Tabellentyp bleibt noch verfügbar, wird jedoch in Zukunft entfernt. Qlik kündigt die endgültige Deprecation frühzeitig an – Unternehmen haben also ausreichend Zeit zur Migration.
Empfehlung für Qlik-Teams
- neue Projekte sollten ausschließlich den neuen Straight Table verwenden
- bestehende Dashboards sollten mittelfristig geprüft und migriert werden
4. Neue Visualisierungsmöglichkeiten für ausdrucksstärkere Dashboards
Dieses Release bringt eine ganze Reihe an Verbesserungen für Pivot-Tabellen, Diagramme, Karten und Organisationsstrukturen. Ziel ist es, Dashboards nicht nur klarer, sondern auch aussagekräftiger und übersichtlicher zu machen.


Pivot Table – kompakter, visuell interpretierbarer
- neue Option „Zeileneinzug“ (indented rows) für lesefreundliche, textlastige Strukturen
- Unterstützung von Icons und farblichen Indikatoren auf Basis von Grenzwerten
➡ Ideal für Finanz-Reports, KPIs, Statusanzeigen oder hierarchische Daten
Shapes jetzt auch in Balken- und Kombi-Charts
Nach dem Erfolg der Shapes in Liniendiagrammen können nun auch Balken- und Kombi-Charts mit Symbolen ergänzt werden.
- Symbole für Zustände, Ampellogik, Ereignisse oder Datenpunkte
- zusätzliche semantische Ebene ohne mehr Platzbedarf
Verbesserte Shapes für Liniendiagramme
- mehr Kontrolle über Größe, Farbe und Position von Symbolen
- besser lesbare Zeit- oder Trendverläufe
Org-Chart mit Bildern & mehr Styling
- Bild-URL pro Knoten möglich
- neue Formatierungsoptionen für ein professionelleres Erscheinungsbild
➡ Interessant für HR-Dashboards, Projektorganisationen oder Service-Strukturen
Karten-Diagramme: Mehr Stabilität & Geschwindigkeit
- Karten verwenden nun eine lokale Webmap
- weniger Ladezeit, geringere Abhängigkeit von Serverantworten
- stabiler in produktiven, großen User-Umgebungen
Praktischer Nutzen
- Dashboards mit Geodaten laufen zuverlässiger
- Fehlerquellen und Performance-Risiken sinken
5. Deprecation-Fahrplan aktualisiert: Diese Objekte verschwinden 2027
Qlik präzisiert den Zeitplan für die Entfernung älterer Visualisierungstypen. Im Mai 2027 werden folgende Objekte aus der Qlik-Distribution entfernt:
- Bar & Area (alt)
- Bullet Chart (alt)
- Heatmap Chart
- Button for Navigation
- Share Button
- Show/Hide Container
- Container (alt)
Was Teams jetzt tun sollten
- Bestands-Dashboards prüfen
- Migrationsplan erstellen
- neue Projekte nur mit modernen Objekten umsetzen
Die stillgelegten Objekte werden durch leistungsfähigere, besser wartbare Alternativen ersetzt, die bereits heute verfügbar sind.
6. Warum dieses Release wichtig ist
Für Analytics-Entwickler
- schnellere Arbeitsabläufe
- weniger Klicks, weniger Tool-Wechsel
- bessere Visualisierungsmöglichkeiten
Für Business-User
- klarere Darstellungen
- mehr Visual-Hinweise, besseres Storytelling
- stabilere Dashboards – besonders bei Karten
Für Administratoren
- weniger Risiko durch deprecated Objects
- bessere Grundlagen für Standardisierung & Governance
- sauberer Migrationspfad für kommende Releases
Fazit
Mit Qlik Sense November 2025 Client-Managed erhält die On-Premises-Version ein solides Funktionsupdate, das sich deutlich am Alltag von Entwicklern und Anwendern orientiert. Die Überarbeitung der App-Einstellungen, die Optimierungen im Sheet-Editor und die neuen Visual-Features sorgen für ein moderneres, effizienteres und stabileres Arbeitserlebnis.
Wer Qlik Sense selbst hostet – aus Compliance-, Sicherheits- oder Infrastruktur-Gründen – erhält damit einen klaren Mehrwert, ohne auf Cloud-Innovationen verzichten zu müssen..

