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Türchen #20 – Best Practice für Predictive-Analytics-Projekten mit Qlik

Türchen #20

Mit Qlik Sense und Qlik Predict steht Unternehmen eine leistungsstarke Plattform für Predictive Analytics direkt im BI-Kontext zur Verfügung. Dennoch scheitern viele Predictive-Projekte – nicht wegen der Qlik-Technologie, sondern aufgrund strategischer und organisatorischer Fehler.

Dieser Beitrag zeigt die häufigsten Stolpersteine bei Predictive-Analytics-Projekten mit Qlik und wie sie sich gezielt durch Best Practice vermeiden lassen.

1️. Qlik Predict ohne klare Business-Fragestellung einsetzen

Typischer Fehler: Qlik Predict wird aktiviert, „um Predictive Analytics zu machen“, ohne klar zu definieren, welche Entscheidung verbessert werden soll.

Beispiel: Ein Churn-Modell wird gebaut, aber es ist nicht klar, wer die Ergebnisse nutzt und welche Maßnahme daraus folgt.

Best Practice mit Qlik:

  • Start mit einer konkreten Fragestellung (z. B. „Welche Kunden haben in den nächsten 3 Monaten ein Abwanderungsrisiko?“)
  • Ergebnisse direkt in Qlik Sense Dashboards integrieren
  • Prognosen mit operativen KPIs kombinieren

2. Datenqualität in Qlik unterschätzen

Typischer Fehler: Es wird angenommen, dass vorhandene Qlik-Daten automatisch für Predictive Analytics geeignet sind.

Problem: Inkonsistente Zeitreihen, fehlende Werte oder nicht relevante Features führen zu schlechten Vorhersagen.

Best Practice mit Qlik:

  • Datenaufbereitung bewusst im Qlik Load Script oder mit Qlik Data Integration durchführen
  • Historische Daten prüfen und bereinigen
  • Nur Features verwenden, die fachlich sinnvoll sind
  • Qliks Assoziationsmodell gezielt nutzen, um Zusammenhänge sichtbar zu machen

3. Zu komplexe Modelle statt verständlicher Prognosen

Typischer Fehler: Fokus auf maximale Modellgenauigkeit statt auf Nachvollziehbarkeit.

Problem: Fachanwender:innen vertrauen den Prognosen nicht, weil sie nicht verstehen, warum ein bestimmtes Ergebnis entsteht.

Best Practice mit Qlik Predict:

  • AutoML nutzen, aber Modelle vergleichend bewerten
  • Explainable-AI-Funktionen einsetzen, um Einflussfaktoren transparent zu machen
  • Prognosen visuell erklären – direkt im Qlik Sense Kontext

4️. Predictive Insights nicht in Qlik Dashboards integrieren

Typischer Fehler: Predictive Modelle existieren getrennt von der operativen Analyse.

Problem: Vorhersagen werden nicht genutzt, weil sie außerhalb des täglichen Workflows liegen.

Best Practice mit Qlik:

  • Prognosen direkt in Qlik Sense Apps anzeigen
  • Descriptive, Diagnostic und Predictive Analytics kombinieren
  • Vorhersagen mit Schwellwerten, Filtern und Selektionen interaktiv nutzbar machen

5. Anwender:innen nicht mitnehmen

Typischer Fehler: Predictive Analytics bleibt ein IT- oder Data-Science-Thema.

Problem: Geringe Akzeptanz, wenig Nutzung, Misstrauen gegenüber „KI-Zahlen“.

Best Practice mit Qlik:

  • Fachbereiche früh einbinden
  • Qliks Visualisierungen nutzen, um Prognosen verständlich darzustellen
  • Schulungen und Enablement anbieten
  • Ergebnisse erklärbar und reproduzierbar machen

6️. Qlik Predict als einmaliges Projekt betrachten

Typischer Fehler: Modelle werden einmal trainiert und dann nicht mehr überprüft.

Problem: Veränderungen im Markt oder im Business machen Prognosen schnell unzuverlässig.

Best Practice mit Qlik:

  • Modelle regelmäßig neu trainieren
  • Monitoring der Prognosequalität etablieren
  • Predictive Analytics als kontinuierlichen Bestandteil der Qlik Analytics Plattform verstehen

Qlik Predict entfaltet seinen Wert im Business-Kontext

Qlik Predict ist kein isoliertes Data-Science-Tool, sondern ein integraler Bestandteil von Qlik Sense. Erfolgreiche Predictive-Analytics-Projekte mit Qlik zeichnen sich aus durch:

  • klare Business-Ziele
  • hochwertige, gut modellierte Daten
  • erklärbare Prognosen
  • und eine nahtlose Integration in Dashboards, Reports und Entscheidungsprozesse

So wird Predictive Analytics mit Qlik vom Experiment zum produktiven Entscheidungswerkzeug.