Ein Skript-Framework für all Ihre Qlik Sense Apps
Lassen Sie sich heute von einem kleinen Skript-Baustein inspirieren, der in großen Qlik-Umgebungen enorm viel Ordnung schafft.
Denn viele Qlik Sense Installationen haben eines gemeinsam: Copy & Paste in dutzenden Apps – dieselbe Logik wieder und wieder.
Das muss nicht sein. Mit Include, Must_Include und Libraries können Sie in Qlik Sense ein zentrales, strukturiertes Skript-Framework aufbauen, das Ihre Entwicklungszeit drastisch reduziert und Ihre Umgebung nachhaltig stabiler macht.
Warum ein Skript-Framework?
Statt dieselbe Logik in jeder App neu zu entwickeln oder zu kopieren, werden wiederkehrende Bausteine zentral gepflegt und automatisch in jede App eingebunden.
Typische Beispiele für gemeinsam genutzte Skriptlogiken:
- ein gemeinsamer Kalender für alle Auswertungen
- zentrale Mapping-Tabellen (Länder, Produktgruppen, Kontenpläne, Customer Groups …)
- standardisierte Data-Quality-Checks und Logging
- einheitliche Variablen und Pfade für Ihren QVD-Layer
- Error-Handling und Subroutinen für komplexe Ladeprozesse
So entsteht ein klar strukturiertes Qlik-Scripting-Framework, das Neu-Entwicklungen beschleunigt, Fehler reduziert und die Wartung Ihrer gesamten Qlik-Landschaft vereinfacht.
Wie es funktioniert: Include, Must_Include & Libraries
Include / Must_Include – wiederverwendbarer Code in externen Dateien
Mit
$(Include=lib://Include/common.qvs);
oder zwingend per
$(Must_Include=lib://Include/common.qvs);
binden Sie externen Skript-Code wie normale .qvs– oder .txt-Dateien ein. Die Inhalte daraus werden 1:1 wie normaler Skript-Code ausgeführt.
➡️ Ideal für Standardlogik, die in allen Apps identisch sein soll.
Typische Kandidaten für Include-Files:
- Kalendergenerator
- Standard-Variablen (Pfade, Locale, Debug-Flag, Versionen)
- Mapping-Tabellen (z. B. ISO-Country-Codes, Produktgruppen, Kostenstellen)
- Logging-Framework
- Shared Subroutines
Dadurch müssen Sie bestimmte Dinge nur einmal entwickeln – aber überall nutzen.
Libraries statt fester Pfade
Ein LIB-Konnektor verweist auf eine Data Connection, nicht auf hart verdrahtete Ordnerpfade.
Das ermöglicht:
- konsistente Zugriffspfade
- einfache Umzüge zwischen Umgebungen
- klare Abstraktion zwischen App und Dateisystem
Beispiel:
FROM [lib://QVD/Trans/Sales.qvd] (qvd);
Alle Apps nutzen denselben Connection-Alias – Umgebungswechsel werden dadurch deutlich robuster.
Pro Tipp (Advanced)
Ein Debug-Flag in Ihrem Include-File macht das Arbeiten in Entwicklungsmodi extrem angenehm:
SET vDebug = 0; // 1 = Debug-Mode aktiviert
Dann im Skript:
IF $(vDebug)=1 THEN
TRACE 'Debug-Load aktiviert';
// Zusatzloads, Sampling, Logs
END IF;
So aktivieren Sie Debug-Logik zentral – ohne jemals Code zu kopieren.
Best Practices für ein Qlik Scripting Framework
✅ Ja – unbedingt standardisieren:
- gemeinsame Kalenderlogik
- Standardvariablen & Pfaddefinitionen
- Logging / Error-Handling / Timestamps
- wiederverwendbare Mapping-Tabellen
- Subroutinen für wiederkehrende ETL-Schritte
❌ Nein – nicht übertreiben:
- Nicht jede 3-Zeilen-Logik in ein eigenes Include auslagern
- Nicht zu viele verschachtelte Includes
- Nicht jede App in 20 Mini-Module zerlegen
➡️ Zu viel Abstraktion erschwert Debugging und Onboarding.
Balance ist entscheidend: So viel Standardisierung wie nötig, so wenig Over-Engineering wie möglich.
Fazit: Ein Framework, das Ihre Qlik-Apps schneller, sauberer und zukunftssicher macht
Mit Include + Must_Include + Libraries verwandeln Sie Qlik-Skripte in eine wiederverwendbare, zentrale Framework-Struktur:
- weniger Copy & Paste
- konsistente Standards
- deutlich schnellere Entwicklung
- sauber getrennte Logik
- vereinfachte Wartung und Deployment
Statt dutzende Apps einzeln zu warten, pflegen Sie zentrale Bausteine einmal – und nutzen sie überall wieder.
Das Ergebnis: skalierbare Qlik-Architektur, klare Standards, höhere Qualität.

