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Qlik Connect 2026 – Zusammenfassung der wichtigsten Highlights

Die Qlik Connect 2026 in Kissimmee, Florida, machte deutlich, wohin sich moderne Daten- und Analytics-Strategien entwickeln: weg von reinem Reporting, hin zu intelligenten, kontextbezogenen und automatisierten Entscheidungen. Im Mittelpunkt standen neue Möglichkeiten rund um Agentic AI, vertrauenswürdige Datenarchitekturen sowie offene Plattformen, die Unternehmen maximale Flexibilität geben.

Qlik positionierte sich dabei klar als Anbieter einer End-to-End-Plattform, die Datenintegration, Datenqualität, Analytics und künstliche Intelligenz miteinander verbindet. Die Veranstaltung zeigte, dass viele Unternehmen den nächsten Reifegrad bereits erreicht haben: Daten sollen nicht nur visualisiert, sondern aktiv genutzt werden, um Prozesse zu steuern und Entscheidungen zu verbessern.

Die drei Leitmotive der Qlik Connect 2026

1. Context – Der Wert von Daten entsteht durch Kontext

Ein zentrales Thema war die Erkenntnis, dass Daten ohne geschäftlichen Zusammenhang oft wenig Mehrwert liefern. Zahlen allein beantworten selten die entscheidende Frage: Warum passiert etwas – und was sollte man als Nächstes tun?

Qlik präsentierte daher zahlreiche Ansätze, Analytics direkt in operative Prozesse einzubetten. Statt separater Dashboards sollen Erkenntnisse genau dort erscheinen, wo Entscheidungen getroffen werden – im Vertrieb, Einkauf, Kundenservice, Finance oder in der Produktion.

Dabei geht es um:

  • Einbettung von Analytics in Fachanwendungen
  • Automatisierte Warnungen und Empfehlungen
  • Analyse mit geschäftlichem Kontext
  • Schnellere Entscheidungen auf Basis aktueller Daten
  • Verknüpfung strukturierter und unstrukturierter Datenquellen

Die Botschaft war klar: Die Zukunft liegt nicht in statischen Berichten, sondern in kontextbezogenen Insights, die direkt handlungsfähig machen.

2. Trust – Vertrauen als Fundament jeder AI-Strategie

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Thema Vertrauen. Gerade im Zeitalter künstlicher Intelligenz hängt der Nutzen jeder Analyse von der Qualität der zugrunde liegenden Daten ab.

Qlik stellte daher Governance, Data Lineage, Transparenz und Explainability in den Mittelpunkt. Unternehmen müssen nachvollziehen können:

  • Woher stammen Daten?
  • Wie wurden Kennzahlen berechnet?
  • Sind Daten vollständig und aktuell?
  • Warum empfiehlt eine AI ein bestimmtes Ergebnis?

Nur wenn diese Fragen beantwortet werden können, lassen sich AI-Lösungen produktiv einsetzen.

Besonders für regulierte Branchen wie Finanzdienstleister, Industrie, Gesundheitswesen oder öffentliche Organisationen ist dies essenziell. Doch auch allgemein steigt der Bedarf an verlässlichen Datenmodellen und klar definierten KPI-Strukturen.

Die Qlik Connect machte deutlich: Trust ist keine Zusatzfunktion – sondern Grundvoraussetzung für erfolgreiche Analytics und AI.

3. Freedom – Offenheit und Flexibilität statt Lock-in

Qlik betonte auf der Veranstaltung sehr stark das Thema Offenheit. Unternehmen arbeiten heute selten in einer einzigen Systemwelt. Stattdessen bestehen moderne Architekturen aus ERP-Systemen, Cloud-Plattformen, Data Warehouses, SaaS-Lösungen und Spezialanwendungen.

Qlik positioniert sich deshalb als offene Plattform, die sich flexibel mit bestehenden Technologien verbinden lässt. Thematisiert wurden insbesondere Integrationen mit modernen Datenplattformen wie Snowflake, Databricks, Microsoft Azure, AWS oder Google Cloud.

Für Unternehmen bedeutet das:

  • Nutzung bestehender Investitionen
  • Flexible Cloud- und Hybrid-Strategien
  • Kein Zwang zum Komplettaustausch bestehender Systeme
  • Zukunftssichere Skalierung
  • Freie Wahl der besten Technologien

Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten ist diese Freiheit ein wichtiger Faktor. Unternehmen wollen Innovation – aber ohne unnötige Abhängigkeiten.

Agentic AI – Das große Zukunftsthema

Das wohl spannendste Thema der Qlik Connect 2026 war Agentic AI. Dabei geht es um KI-Systeme, die nicht nur Fragen beantworten, sondern aktiv Aufgaben unterstützen oder Prozesse anstoßen können.

Während klassische BI eher vergangenheitsorientiert arbeitet, zielt Agentic AI auf die nächste Handlung ab. Beispiele dafür sind:

  • Automatische Analyse von Ursachen bei Umsatzrückgängen
  • Vorschläge zur Bestandsoptimierung
  • Erkennung von Risiken in Lieferketten
  • Automatisierte Alerts bei Abweichungen
  • Empfehlungen für Vertriebsmaßnahmen

Qlik zeigte, wie diese intelligenten Assistenten mit Unternehmensdaten verbunden werden können. Damit wird AI deutlich praktischer und operativer nutzbar.

Qlik Answers und natürliche Interaktion mit Daten

Ein weiterer Fokus lag auf der Weiterentwicklung von Qlik Answers. Nutzer sollen Informationen zunehmend per natürlicher Sprache abrufen können.

Statt komplexe Dashboards zu bedienen oder Filter manuell zu setzen, können Fragen gestellt werden wie:

  • Warum sinkt unser Umsatz in Region Süd?
  • Welche Kunden haben das höchste Abwanderungsrisiko?
  • Welche Produkte wachsen am stärksten?
  • Welche Lieferanten verursachen Verzögerungen?

Die Plattform liefert darauf strukturierte Antworten, Zusammenfassungen und Handlungsvorschläge. Das reduziert Barrieren und macht Analytics für deutlich mehr Menschen im Unternehmen zugänglich.

Moderne Datenplattformen und Open Lakehouse

Auch Datenarchitekturen spielten eine große Rolle. Viele Unternehmen kämpfen weiterhin mit Datensilos, redundanten Systemen und hohen Integrationskosten.

Qlik zeigte Lösungen rund um moderne Plattformkonzepte wie Open Lakehouse, bei denen Flexibilität, Performance und Kostenkontrolle kombiniert werden. Ziel ist es, Daten einfacher verfügbar zu machen – unabhängig davon, wo sie gespeichert sind.

Dadurch können Unternehmen:

  • Mehr Datenquellen schneller anbinden
  • Analytics beschleunigen
  • AI-Projekte effizienter umsetzen
  • Kosten optimieren
  • Historisch gewachsene Silos reduzieren

Mehr Fokus auf Business Outcomes statt Technologie-Hype

Eine wichtige Beobachtung der Veranstaltung war der Wandel in der Diskussion. Noch vor wenigen Jahren standen häufig Schlagworte und Zukunftsvisionen im Vordergrund.

2026 lag der Fokus deutlich stärker auf konkreten Geschäftsergebnissen:

  • Produktivität steigern
  • Umsatzpotenziale erkennen
  • Prozesse automatisieren
  • Risiken senken
  • Kosten reduzieren
  • Entscheidungen beschleunigen

Die Frage lautete nicht mehr „Welche AI gibt es?“, sondern „Welchen messbaren Nutzen bringt sie?“

Bedeutung für Unternehmen in Europa

Für viele europäische Unternehmen sind die auf der Qlik Connect gezeigten Entwicklungen besonders relevant. Themen wie Datenschutz, Governance, Effizienzsteigerung und Fachkräftemangel erhöhen den Druck, Daten besser nutzbar zu machen.

Gleichzeitig besteht oft der Wunsch nach pragmatischen Lösungen statt Großprojekten. Genau hier setzt die aktuelle Qlik-Strategie an: schrittweise Modernisierung, Integration bestehender Systeme und schneller Mehrwert.

Fazit zur Qlik Connect 2026

Die Qlik Connect 2026 zeigte eindrucksvoll, dass Analytics in eine neue Phase eintritt. Dashboards bleiben wichtig, reichen aber alleine nicht mehr aus. Unternehmen erwarten heute Plattformen, die Daten integrieren, Qualität absichern, AI nutzbar machen und konkrete Entscheidungen unterstützen.

Die drei Kernbotschaften Context, Trust und Freedom fassen diesen Wandel treffend zusammen.

Qlik präsentierte sich als Plattformanbieter für genau diese Zukunft – mit starker Verbindung von Daten, Analytics und künstlicher Intelligenz. Für Unternehmen bedeutet das vor allem eines: Jetzt beginnt die nächste Evolutionsstufe datengetriebener Entscheidungen.

Tipp: Qlik AI Reality Tour in Wien

Wer die wichtigsten Inhalte der Qlik Connect live in Europa erleben möchte, hat dazu bei der Qlik AI Reality Tour in Wien am 20. Mai 2026 die ideale Gelegenheit. Dort werden zentrale Innovationen, Praxisbeispiele und Strategien rund um Analytics, Data Integration und künstliche Intelligenz kompakt vorgestellt.

Die Veranstaltung bietet eine hervorragende Möglichkeit, die internationalen Trends der Qlik Connect in regionalem Kontext kennenzulernen, sich mit Experten auszutauschen und konkrete Impulse für eigene Projekte mitzunehmen.